VERSTUMMEN IST KEINE OPTION

Der Verein Zwangsadoption-Schweiz vertritt nicht nur die Vereinsinteressen,

die Anliegen aller Adoptionsakteure gilt es einzubringen.

Deshalb ist und IHRE MEINUNG sehr wichtig

Kontakt


1932 - 1981

Opfer klagen an

In der Schweiz ist die Gleichstellung der Geschlechter seit 1981 in der Bundesverfassung verankert. Leibliche Mütter die sich werten, dass ihnen ihr Baby/Kind gegen ihren Willen weggenommen wurde und zur Adoption freigab, hatten kaum eine Chance und riskierten sogar eine administrative Versorgung. Keine Statistik belegt wie viele Adoptionen unter Zwang vollzogen wurden. So gibt es auch keine Dokumente wie viele Opfer sich gegen die Willkür werten. Uns liegen nur mündliche Aussagen der Opfer zugrunde - dass viele sich gegen die Willkür werten.


1953

Erster Adoptionsskandal

Alice Honegger gründete 1953 mit einer Bekannten eine eigene Vermittlungsstelle für Pflege- und Adoptivkinder. Dabei vermittelten sie Kinder an Ehepaare in der Schweiz und im Ausland.

Leibliche Mütter beklagten "Druck zur Adoption", jedoch schob man den Müttern die Schuld zur Adoption zu, weil Sie unsittlich (ausserehelich Schwanger wurden). 

1964

Alice Honegger musste 1964 ihre Stelle verlassen. Dies, nachdem Klagen in den Niederlanden laut geworden waren. 

Die Vermittlungen seien ohne behördliche Zustimmung erfolgt. Innerhalb ihrer eigenen Vermittlungsstelle wurde ihr zudem vorgeworfen, Gelder abgezweigt und Kinder "verschachert" zu haben. Mangels Beweise wurden die Untersuchungen gegen Alice Honegger jedoch nach fast fünf Jahren eingestellt.

 


1972

Aufstand der Jenischen

Der Beobachter war 1972 maßgeblich daran beteiligt, dass Zwangsadoptionen von Kindern der Fahrenden in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückten und 1978 an der Lancierung einer Volksinitiative, welche den Weg für das erste Schweizer Opferhilfegesetz bereitete. Der Bund arbeitete die Fälle der "Kinder der Landstrasse" auf, jedoch nicht die der zwangsadotierten Kindern. 


2004

Opfer wenden sich erneut an die Medien und Politik

Die Forderungen der biologischen Mütter, respektive der b. Väter die Opfer von Zwangsadoption wurden und ehemalige Adoptierte, die psychische, physische und sexuelle Gewalt erlebten, werden durch Thomas Zürcher, Gilbert Benoit, Rosina Schafroth, Rosmarie Müller, Lisa Hilafu-Brönnimann und Barbara Huber, alles Betroffene, in der Frühlingssession 2004 angehört und das Postulat der Betroffenen wird von den Nationalräten/innen entgegen genommen.


Um die Forderungen zu verstärken wurde die Interessengemeinschaft = IG verwaiste Eltern gegründet


POSTULAT

IG Verwaiste Eltern und Adoptivkinder reichen folgendes Postulat ein:

  • Zwangsadoptionen sind ein Fakt der Tatsache! Wann erhalten Opfer Anerkennung und eine Entschuldigung?
  • Eine offizielle Entschuldigung - siehe Jenische
  • Biologische Mütter, resp. Väter wollen Kenntnis über ihre geraubten Kinder - siehe altes Adoptionsrecht
  • Lockerung des Adoptionsgeheimnis
  • Adoptivkinder die Missbrauch erlitten, verlangen nach einer unbürokratischen und Kosten erlas der Wiederannahme ihres Geburtsnamen
  • Auslandadoption: Adoptierte die Doppelbürgerschaft
  • Unentgeltliche Hilfe bei der Herkunftssuche, sowie psychologische Unterstützung
  • Aufarbeitung und Publizierung der weiteren daraus entstandenen Maßnahmen, wie Zwangsversorgungen in Psychiatrie und Arbeitsanstalten, Zwangsschwangerschaftsabbruch und Zwngs-Sterilisation -Kastration

POSTULAT WIRD ABGELEHNT

Per Post wird mitgeteilt:

Man habe das Postulat zur Kenntnis genommen und nach reichlicher Überprüfung festgestellt, dass es sich hier um Fälle handelt, wo eine schriftliche Zustimmung der Mutter, resp. des Vaters oder gesetzlichen Vertreters der Mutter vorliegt und daher die Adoption Rechtskräftig ist. 

Auf das Postulat von Erwachsenen Adoptivkinder geht man nicht ein. Man winkt uns mit der Begründung ab:

Es sei jeder Person offen, bei Volljährigkeit den Kontakt zur Verwandtschaft zu pflegen oder zu unterlassen.


2006

SICH GEHÖR VERSCHAFFEN

Da uns weder Parlamentarier noch Bundesräte ernst nehmen, gehen wir einen anderen Weg, um Aufmerksamkeit zu erwecken.

Zwangsadoptionen erhalten ein Gesicht und kommt 2006 vor das Parlament

Politik und Schweizervolk wird auf Opfer von Zwangsadoption aufmerksam. 

CHRISTOPH SCHILLING - Beobachter Journalist, gibt den verwaisten Müttern, resp. Vätern ein Gesicht und brachte das dunkle Schweizer Kapitel der Zwangsadoption mit dem Artikel im April 2006 ins Rollen. Es löste ein großes Echo aus und viele Betroffene meldeten sich. Die IG Verwaiste Eltern zählt nun 26 Mitglieder.

Herzlichen Dank Herr Schilling für ihre beherzte Zivilcourage.


POSTULAT

  • Unsere Regierung ist es uns Eltern schuldig, die Kenntnis über unsere beraubten Kinder, auf schnellstem unbürokratischem Weg zu ermöglichen
  • Unsere Regierung muss Hinsehen und Hinterfragen, ob eine Adoption ethisch ist und verschärft kontrollieren, dass kein Missbrauch ensteht
  • Unsere Regierung soll ein Gesetz schaffen, wessen misshandelten Adoptierten das Recht zur Adoptionsauflösung gibt und Adoptiveltern bestraft 
  • Unsere Regierung ist es der Bevölkerung und zukünftigen Generationen Schuldig, die Wahrheit zu vermitteln.

 

                                                                           Thomas Zürcher 13. Februar 2006


2006 POLITISCHE VORSTÖSSE, MOTION UND FORDERUNGEN 2006

ROSMARIE ZAPFL - Nationalrätin
Sie nimmt sich Zeit, hört den Opfern zu und Handelt auf Bundesebene.
Mit der Einreichung der Motion "Adoptionsgeheimnis" im Jahr 2006.

CHRISTOPHE DARBELLAY - Nationalrat

Übernimmt die Motion im Jahr 2007, welche stillschweigend abgelehnt wird.


2009

JACQUELINE FEHR - Nationalrätin
Sie reicht 2009 die Schubladisierte Motion "Adoptionsgeheimnis" erneut ein. 
Jedoch wiederum nur auf die vielen Beschwerden der Opfer hin.
Im Jahr 2016 kommt diese in den Nationalrat, Ständerat und Bundesrat, welche die Motion annehmen.

2013

Ein düsteres Kapitel der schweizerischen Sozialgeschichte wird Aufgearbeitet

Im April 2013 wird ein Runder Tisch ins Leben gerufen, dem Vertreter von Opfern sowie von verschiedenen Behörden und Institutionen angehören. Die Mitglieder des Runden Tisch erarbeiten zahlreiche Massnahmen z.H. des Parlaments aus. Dabei geht es nicht nur um die Postulate und Motion der Opfer von Zwangsadoption. Zu den Betroffenen zählen etwa Verdingkinder, Heimkinder, administrativ Versorgte Personen, die im Rahmen administrativer Massnahmen in geschlossene Anstalten, zum Teil sogar in Strafanstalten eingewiesen worden sind, Personen an denen unter Zwang oder ohne Zustimmung erfolgte Abtreibungen, Sterilisierungen, Kastrationen vollzogen wurden.

IG Verwaiste Eltern wird IG Zwangsadoption-Schweiz

IG Zwangsadoption ist mit diesem Entscheid, die Opferorganisationen zusammen zu schließen nicht einverstanden!

Da es sich bei Zwangsadoption um das Adoptionsgesetz handelt, was andere Opferorganisationen in ihren Anliegen nicht beinhalten, sehen wir in der Zusammenarbeit mit anderen fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen Vereinen eine Zeitverzögerung für unsere Anliegen. Zusätzlich stört uns die Zeitliche Einschränkung der Praxisanwendung von 1981. Zwangsadoptionen finden auch nach 1981 statt. Insbesondere die illegale Auslandsadoption. Was kein Thema sein wird, weil nur schweizerische Maßnahmen berücksichtigt werden. 

Vertreter der Opfer von Zwangsadoption am Runden Tisch

Vertreterin und Vertreter von Zwangsadoption am Runden Tisch sind:

12 x Lisa Yolanda Hilafu-Brönnimann

1x Marcus Andri

1x Michael Gabriel Wiederkehr

1x Martin Stucky


POSTULAT 2013

IG ZWANGSADOPTION überreicht ihre Forderungen an Bundesrätin Simonetta Sommaruga am 1. April 2013

  • Offizielle Anerkennung des Leids und Entschuldigung durch den Bundesrat
  • Leibliche Mütter, resp. Väter erhalten Kenntnisnahme über ihre geraubten und weggenommenen Kinder
  • Ausgebeutete Adoptivkinder können eine Adoptionsauflösung verlangen 
  • Geburtsnamen Anerkennung
  • Uneingeschränkte Akteneinsicht
  • Materielle und finanzielle Rückerstattungen
  • Ausstehende Guthaben erstatten 
  • Errichtung eines Härtefallfonds für Opfer und Betroffene
  • Errichtung eines Kompetenzzentrums mit Informations- und Dokumentationsplattform
  • Suchdienstplattform
  • Historische Aufarbeitung
  • Aufarbeitung der damaligen Behördenwillkür
  • Denkmal setzen

13. JUNI 2013   

1. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM   

Postulat von IG Zwangsadoption-Schweiz

  • offizielle Entschuldigung und Anerkennung des erlittenen Leids
  • Historische Aufarbeitung der Zwangsadoption in der Schweiz
  • Aufarbeitung der damaligen Behördenwillkür
  • Informations- und Dokumentationsplattform
  • Adoptionsgeheimnis
  • Adoptierte haben Recht auf Abstammung und Herkunft
  • Errichtung eines Kompetenzzentrums
  • Uneingeschränkte Akteneinsicht
  • Errichtung eines Härtefallfonds für die Betroffenen
  • Anerkennungsgutmachung    

Angesichts des fortgeschrittenen Alters der Betroffenen auf Elternseite, fordern wir eine  UNBÜROKRATISCHE ÜBERGANGSLÖSUNG  welche es den Betroffenen von Zwangsadoption auf Elternseite JETZT ermöglicht Kenntnis der Personalien von adoptierten Kindern zu erhalten.                                 

Leibliche Mütter, resp. Väter, dem Vater nur bei Vaterschaftsanerkennung, soll es bei der Volljährigkeit ihres abgegebenen Kindes ermöglicht werden, durch die Vermittlung der Anlaufstelle Kontakt zu ihrem Kind aufzubauen.

Zusätzlich ist bei zukünftigen Adoptionen eine Vor- und Nachkontrolle dringend notwendig. Heute wissen wir über die fehlende und mangelhafte Prüfung der Adoptionsbedürftigkeit vieler Kinder. Die Verharmlosung von Traumatisierungen seitens der abgebenden Mütter / Väter und der Kinder. Die falschen Vorstellungen zukünftiger Adoptiveltern, welche Behörden gar nicht oder mangelhaft Überprüfen.

 

Das Adoptivkind muss dem Alter entsprechend Aufgeklärt werden und eine Anlaufstelle soll mit einer Gratis Telefonnummer, erreichbar sein. Die BeraterInnen müssen für die Adoptiv-Problematik, unterschiedet sich von Pflegekindern, geschult sein. 


25. OKTOBER 2013   

2. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM

IG Zwangsadoption-Schweiz weicht von den gestellten Forderungen nicht ab und unterstützt das Antragsgesuch, welche die Vereine RAVIA, Netzwerk-Verdingt, Fremdplatziert und die IG Zwangssterilisiert mit unterzeichneten. 

Altes Adoptionsrecht kannte kein Adoptionsgeheimnis

Wir halten fest dass es allen früher oder später wichtig ist ihre Wurzeln zu kennen. So ist es auch für die abgebenden Eltern wichtig zu wissen, wie es ihren weggenommenen Kindern erging und geht.

Fragen wie: Habe ich das Beste für mein Kind getan! Verfolgen die Betroffenen bis zur Kenntnisnahme und beeinträchtigen das Leben entscheidend.

Viele Zwangsadoptionen wurden unter dem "alten Adoptionsrecht" ausgesprochen und nie in das "neue Adoptionsrecht" mit dem Art. Adoptionsgeheimnis überschrieben.

Das Alte Adoptionsrecht besagt:

"Die Rechtliche Verwandtschaft zur leiblichen Mutter bleibt bestehen."

Unsere Forderung lautet:

Dem Gesuch, dass der leiblichen Mutter, resp. Vater die Kenntnis ihres weggenommenen Kindes anerkannt wird; da dieses Recht im alten Adoptionsgesetz schon immer bestand und nur durch Abdingung einer Behörde (Vormundschaft) stattfinden konnte. Bei Zwangsadoptionen besteht diese Abdingung ohne die leiblichen Eltern dieses Sachverhalts in Kenntnis zu setzen. 

Finanzielle Anerkennungsgutmachung und Rückerstattungen

Bei der Kriterien Festlegung darf nicht nur das fremdplatzierte Kind berücksichtigt werden. Die Mütter und Väter welche Androhungen und sogar weggesperrt wurden, darf man nicht vergessen. Für Ihre Arbeit, die Sie unentgeltlich leisten mussten, ist eine finanzielle Rückerstattung und zusätzlicher AHV Beitrag, der dem Betroffenen anerkannt wird, zu erbringen. 

Zum Teil wurden trotz Adoption (auch im neuen Adoptionsrecht) Alimente verlangt und gar Materielle Sachen, wie etwa eine Nähmaschine, bis zur Hausenteignung einkassiert. Die Opfer wollen dies entschädigt haben.

Antrag unentgeltlicher Jurist 

IG Zwangsadoption-Schweiz setzt sich mit dem Gesetz auseinander. Vorstand und Mitglieder bemühen sich dieser Herr zu werden. Dennoch gibt es bei Behörden Kommunikation-Schwierigkeiten. Daher stellen wir heute den Antrag auf eine unentgeltliche Juristische Unterstützung.

Zweit Generation und Lebenspartner

IG Zwangsadoption-Schweiz vertritt hier auch die Zweit Generation, da diese keine Vertretung am Runden Tisch erhalten.

Die Fremdplatzierung beeinflusst den ganzen Lebensweg. Beeinflusst Ehen und Kindererziehung. Sehr viele Ehen zerbrachen, weil über die Vergangenheit nicht gesprochen wird oder die seelische Last dem Partner auferlegt wurde. 

Weil man selbst keine Kindheit erleben durfte, wurde vieles falsch angegangen, was alles aus der Erziehung zu datieren ist. Sowohl in der Ehe wie bei der Erziehung der eigenen Kinder.

Manche gaben ungewollt  Misshandlungen weiter. Eine Hilfe suchte man nicht, aus Angst der Kindeswegnahme und aus Scham. Traumata wurden Generationen überreicht, so dass diese auch darunter leiden.

Wir fordern, dass die geschädigte "Zweit Generation" ein Anrecht auf Beratung und Wiedergutmachung zuerkannt wird. Wichtig ist, dass diese Betroffenen in der wissenschaftlichen Forschung auch erfasst werden.

Anlaufstellen

Betroffene von Zwangsadoption wenden sich sehr selten an die Opfer-, Anlaufstellen! Weil Opfer keine Kenntnis über dieses Angebot haben. Es bedarf öffentliche Information. Andere wenden sich nicht an die Anlaufstellen weil diese von  Bundesangestellten bewirtschaftet werden oder der Gang in diese Anlaufstellen sehr schwer fällt und Trauma auslöst.

Bei vielen Betroffenen muss das Vertrauen erst aufgebaut werden. Eine Neutrale, Staatsunabhängige Anlaufstelle wird erwünscht. 


29. JANUAR 2014

3. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM  

Altes Adptionsrecht kennt kein Adoptionsgeheimnis

Wir begrüssen, dass das "alte Adoptionsrecht" Anerkennt und ein Schreiben verfasst, um dieses an Zivilstandsämter und Vormundschafts-Behörden zukommen lässt. Es darf aber nicht nur bei einer Empfehlung bleiben. Ämter sollen handeln. 

Neues Adoptionsrecht

Wir fordern, dass bei Adoptionen die unter das "neue Adoptionsrecht" fallen, eine "Unbürokratische Übergangslösung" für ein Recht auf Kenntnis der Kinder, den leiblichen Eltern zuerkannt wird. Über diesen Beschluss sollen leibliche Eltern, ehemalige Adoptierte, Behörden und Suchdienste direkt Informiert und durch Medien, wie TV und Radio, unterrichtet werden.

Psychiatrie und Medikamentenmissbrauch

Wir fordern eine Schweizweite Aufarbeitung und Erklärung des WARUM.

Wer unschuldige Kinder missbraucht und Eltern grundlose Maßnahmen auferlegt, muss dafür Verantwortung tragen und sich an der Entschädigung beteiligen.


21. MÄRZ 2014

4. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM

Kenntnisnahme der Adoptivkinder unter neuem Adoptionsrecht

Betreffend der "unbürokratischen Übergangslösung" für Eltern die Kenntnis ihrer Adoptierten Kinder, hat sich bis heute keine Lösung finden lassen. Was gedenkt der Bund zu tun?

Altes Adoptionsrecht - Kenntnisnahme zugesichert

Vormundschaftsbehörden verweisen auf das "Amtsgeheimnis", welches Daten über Drittpersonen schützt. Beamte sind nicht ausreichend Informiert über die Rechte, welche den leiblichen Eltern schon immer zustanden. Wir verlangen dass diese nochmals Informiert werden.

Gemeinsamer Web auftritt aller Suchdienste

Hatten Sie nicht auch schon den Wunsch verspürt, zu erfahren, wo Verwandte oder Schulkollegen sind und wie es ihnen geht? Wäre es nicht einfach, nur eine Suchanfrage auf dem Internet einzugeben und alle verfügbaren "Such Organisationen" wären auf einen Blick, einer hierfür eingerichteten Plattform sichtbar!

Seit dem 11. April 2013 hat die Zahl der Verwandten suche enorm zugenommen. Bei der IG Zwangsadoption-Schweiz waren es im Jahr 2013,  „417 Anfragen“, denen die IG nicht mehr gerecht werden kann.

Suchende fragen dutzende an, um zu erfahren wer Suchhilfe anbietet. Ein Gemeinsamer Webauftritt, in den Sprachen DE, FR, IT, ENG, etc. dem auch die Homepage fszm.ch ein Platz eingeräumt wird, würde den Suchenden, viel Zeit sparen.

Das Konzept für diesen gemeinsamen Auftritt ist ausgearbeitet vom SRK-Suchdienst, Schweizerische Fachstelle für Adoption, Schweizerische Stiftung des Internationalen Sozialdienstes , Missing Children und Restoring Family Links.

Die Aufschaltung könnte schon in 2 Monaten sein. 

IG Zwangsadoption-Schweiz richtet das Gesuch an den Runden Tisch. Die einmalige Aufschaltgebühr des gemeinsamen Webauftrittes der Suchdienste in der Schweiz und die Monatlichen Hosting gebühren, sind vom Bund gut zu heißen und zu finanzieren. Der gemeinsame Webauftritt wäre ein Gewinn für Privatpersonen und Betroffene, sowie für Fachpersonen, Behörden, Ärzte und Spitäler.


6. JUNI 2014 

5. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM  -  IG ZWANGSADOPTION-SCHWEIZ ERINNERT

Es wird nochmal erläutert wie wichtig es ist, dass die Motion- Adoptionsgeheimnis, eingereicht 2009 durch Frau NR Jacqueline Fehr, umgesetzt werden muss. Das bis in Kraftsetzung dieser Motion eine UNBÜROKRATISCHE ÜBERGANGSLÖSUNG zur Kenntnis der Kinder geschaffen werden muss.

Bankbücher

Wer hat sich die Sparbücher und Gelder der fremdplatzierten Kinder angeeignet? Wo flossen die Gelder hin, welche durch Vormundschaft verwaltet wurden? Betroffene verlangen eine Aufklärung und Rückerstattung mit Zins.

Akteneinsicht

Ehemaligen Adoptierten wird es immer noch erschwert in eigene und in die Akten von verstorbenen leiblichen Mütter/Väter Einsicht zu erhalten. Wir fordern uneingeschränkte Akteneinsicht. Adoptionsakten, auch die in privater Haltung (Ailce Honegger, Seraphisches Liebeswerk etc.) dürfen nicht mehr vernichtet werden. Zudem verlangen wir Gewissheit über mögliche (Halb-) Geschwister.


24. JUNI 2014

6. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM

Maßnahmenkatalog nimmt Form an

Ausarbeitung des Maßnahmenkatalogs, welcher am 1. Juli 2014 verabschiedet wird.

Zwangsadoption-Schweiz bleibt bei seinen gestellten Forderungen.


1. JULI 2014

7. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM

Weder Parlamentarier, Medien noch Bevölkerung nimmt uns Adoptionsakteure war! Obwohl Opfer von Zwangsadoption auf Sie zugehen. Unter "Opfer von fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen" verstehen und publizieren alle "Verdingkinder", aber unsere Anliegen unterscheiden sich.

Unsere dringlichen Gesetzesänderungen, werden durch zu viele Beteiligte am Runden Tisch nur unnötig lange hinausgezögert!

Der Vorstand der IG Zwangsadoption-Schweiz hat am 20. Juni 2014 beschlossen, dass wir Betroffene von Zwangsadoption eine zusätzliche, nur für unsere Anliegen, auf Bundesebene errichtete Plattform fordern.

Wir werden am "Runden Tisch für Opfer von fürsorgerische Zwangsmaßnahmen" weiterhin Vertreten bleiben. Es muss aber für UNSERE BEDÜRFNISSE, welche nicht nur finanzieller Entschädigung entspricht, jetzt gehandelt werden.

Illegale Auslandsadoption

Es melden sich 20 - 30 Jährige Adoptierte, welche aus Südamerika, Indien, Sri Lanka etc. stammen, also bis weit nach 1981 einer illegalen Adoption unterliegen. Es stellt sich heraus, dass viele dieser Adoptivkinder keine Waisen sind oder falsche Geburtsdaten und falsche biologische Eltern in ihren Papieren stehen. Sie verlangen Gehör und das gehandelt wird.

Adoption Heute

Auch hierzulande erleben Arme, Ledige und Suchtkranke noch heute starken Druck. Manchmal auch durch eigene Verwandte. Diese sollten bessern sozialen halt erhalten.

Forderungen

Wir halten an all den gestellten Forderungen von 2013 und 2014 fest.

  • Die Motion, eingereicht von Frau NR Jaqueline Fehr, betreffend "Adoptionsgeheimnis" und „Zum Wohl des Kindes“, eingereicht durch Marcus Andri, haben erste Priorität. 

1. OKTOBER 2014

8. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM 

Akten-Aufbewahrungspflicht

(zu Handen von Hr. Gnädinger ADK, Schweizerischer Gemeinde- und Städteverband und EJPD)

Vor 2010 hatten 26 Kantone verschiedentlich geregelte AufbewahrungsZeiten der Akten.

Das Rundschreiben von BR Evelin Widmer Schlumpf im Jahr 2010, besagt dass eine Aufbewahrungspflicht von 80/100 Jahren bestehen muss. Adoptierte stellen ABER fest, das Archive insbesondere Gemeinden, aus Platzmangel die Beistands- oder Vormundsakten welche bei den Adoptionsurkunden beiliegen sollten, vernichtet wurden. 

Sehr viele Gemeinden vernichten diese schon nach 10. Jahren nach Adoptionsbeglaubigung. Begründet wird: "mit der Adoption erhält das Kind den Status wie ein leibliches Kind. Aus dem Grund bestehe kein Interesse an den Akten".

Wir verlangen, dass Archive und Ämter hingewiesen werden, diese wichtigen Dokumente nicht weiterhin zu vernichten. Der Akteninhalt ist ein Bestandteil unserer Identität und muss für uns zugänglich sein.

Akteneinsicht

(zu Handen von Hr. Gnädinger ADK, Anlauf- Opferhilfestellen und EJPD)

Wir verlangen das Akteneinsicht nach BGE 128/63 gewährleistet wird. Ohne eingeschwärzte/abgedeckte Stellen. Insbesondere wollen Betroffene wissen, welche Stellen wurden Eingeschwärzt und Warum? Über das Amtsgeheimnis sind wir informiert und es betrifft nicht Drittpersonen, wie uns weiß gemacht wird, es betrifft unsere biologische Herkunft, auf dessen Herkunft wir von Gesetzes wegen ein anrecht haben. 

Namensänderung 

(zu Handen von EJPD, Zivilstandämter, Runder Tisch für FSZM)

Aus seelischen, geistigen, moralischen und vor allem aus Therapeutischen Gründen darf bei Adoptierten eine Vor- und Nachnamen-Änderung in den Herkunftsnamen nicht einfach ohne Begründung abgelehnt werden.

Zudem fordern wir, dass ein vereinfachtes Verfahren zur Namensänderung eingeführt wird. Bislang mussten Betroffene psychische Gutachten und Empfehlungsschreiben erbringen, welche oft nicht berücksichtigt werden. Diese Instanzen zu durchlaufen, erleiden viele Betroffene Traumas. Zudem sind diese nebst der Namensänderung kostenpflichtig, welche die Krankenkassen nicht übernehmen.

Soforthilfe

(zu Handen desRunden Tisch für FSZM, EJPD, BJ, Schweizerischer Gemeinde- und Städteverband, Anlauf- Opferhilfestellen)

Betroffene welche Sozialbezüger sind melden, das mündliche Abmachungen und Schriftlichebeschlüsse des Runden Tisch, von Sozialämter nicht eingehalten werden. (Beweis wird am Runden Tisch vorgelegt). Es wurde festgehalten, dass die Soforthilfeleistung nicht im Budget des Sozialamtes einberechnet wird.

IG Zwangsadoption-Schweiz fordert, dass ein Schreiben mit den beschlossenen Beschlüssen an Sozialämter und Gemeinden versendet werden und diese sich daran halten müssen.

Erhaltene Unterstützung durch die Opfer- Anlaufstellen dürfen ebenfalls nicht verrechnet werden.

Gremium Soforthilfe

(zu Handen von Hr. Mader, Gremium Soforthilfe)

Wir fordern, dass das Gremium der Soforthilfeanträge sich an strikte Anweisungen des Antragstellers zu halten hat! Wen der Antragsteller ankreuzt „keine Kontaktaufnahme mit dritt Personen oder Ämtern,“ dann hat sich das Gremium und Sekretariat an diese Weisung zu halten und soll sich bei Fragen an den betroffenen Antragsteller wenden.

Sensibilieserung der KESB und Zivilämter

(zu Handen von SODK, KOKES, EJPD)

Wir weisen Sie darauf hin, das nach 41 Jahren, immer noch viele Behörden nicht verstanden haben, dass beim „alten Adoptionsrecht“ auf Elternseite, Kenntnis der weggenommenen Kinder gewährt werden muss.

Wir fordern, dass nochmals auf das Schreiben vom Februar hingewiesen wird und dementsprechend die Vormundschaftsbehörden, die dem noch nicht nachkommen handeln müssen. 

Im weiteren muss sich der Runde Tisch für Opfer von FSZM mit folgenden Begebenheiten auseinander setzen:

  • Verjährung – Klage wegen Missbrauch
  • Enteignete Gelder/Sparbücher der fremdplazierten Kinder und administrativ Versorgten
  • Rückerstattung der Gelder, welche Eltern für Heimaufenthalte von Kinder, Jugendlichen entrichten mussten
  • Alimenten Rückerstattung, welche leibliche Eltern trotz Adoption entrichteten
  • Antrag Andy Jost betreffend Eingliederung in den Arbeitsmarkt für Betroffene unter 65 Jahren
  • Vereinsamung! Integration für Betroffene.-  Hobby finanziell unterstützen, Hausbesuche, Ausflüge oder andere Massnahmen um am sozial/kulturellen Leben teil zu haben
  • Antrag von NR Ursula Schneider-Schüttel betreffend einer ID-Karte für Betroffene von FSZM. - Zwangsadoption-Schweiz unterstützt diesen Antrag
  • Unterstützung der Vereine: Sei es Hilfsmittel wie Büromaterial, Wegentschädigung oder Projekte

21. JANUAR 2015

9. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM

Arbeitsgruppe "65 MINUS" muss Plattform und Instrumente zum Handeln erhalten

PEER - EXPERTEN UND EXPERTINNEN DURCH EIGENE ERFAHRUNGEN   

Die Anliegen und Forderungen von Betroffenen unter 65. Jahren erarbeiten Arbeitspapiere zu Handen des Runden Tisch aus. Mitglieder der "Arbeitsgruppe 65 Minus": Gabriela Merlini-Pereira, Lisa Hilafu, Robert Blaser und Andreas Jost, alle Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen.

Inhalt sind: 

Betroffene unter 65. Jahren     - Inklusion Arbeit

IV  &  EL                                     - nimmt die Leiden der Betroffenen nicht ernst und lehnt Anträge ab

Einbezug der Lebenspartner   - auch diese litten und leiden

Wiedergutmachungsinitiative - Gegenvorschlag des Bundesrats

Ombudsstelle                            - Betroffene klagen allein gelassen zu werden

Adoptionsgeheimnis                 - geht ins Detail 


13. JUNI 2017

14. RUNDER TISCH FÜR OPFER VON FSZM

ADOPTIONSPLATTFORM, WELCHE INSTRUMENTE ZUM HANDELN ERHÄLT = ADOPTIONS-KOMPETENZZENTRUM

Ein Kompetenzzentrum, dass vom Bund finanziell unterstützt wird, bringt Entlastung für freiwillig Engagierte, welche ihre Dienstleistungen aus eigener Tasche bezahlen.

Opfer und Betroffene die sich mittlerweile im Dschungel der vielen Anbieter nicht mehr zurecht finden und Stundenlang mit Telefonanfragen, ihrem Ziel annähern; bringt ein Kompetenzzentrum nur Vorteile.

Das KOMPETENZZENTRUM arbeitet auf der Grundlage eines ganzheitlichen Menschenbildes!        

Das heißt es versucht, die ihm anvertrauten Opfer, Betroffenen und Angehörigen, im Hinblick auf die Kompetenzbereiche:

  • Adoptionsgesetz - Rechte und Pflichten, Herkunft-suche, Familienzusammenführung
  • Gesundheit und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit
  • Freizeit, Arbeit und Wohnen, individuell zu fördern

Das Kompetenzzentrum ist gegenüber Behörden- Gemeindepersonal gleich zu stellen und es vertritt die Interessen aller Adoptionsakteure auf Augenhöhe. IG Zwangsadoption-Schweiz ist als INKLUSION einbezogen. Dieser Bereich bildet erfahrungsgemäss die entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Arbeitsweise und führt nur so zu qualitativen Ergebnissen und somit Lebensqualität in unserer aktuellen Gesellschaft mit ihren vielfältigen Herausforderungen.

SUCHDIENST-PLATTFORM

Im AFZFG ist die Suchdienstplattform verankert.

Wie weit steht es mit der Erstellung der "Plattform"

AKTENEINSICHT

(zu Handen von Hr. Gnädinger ADK, Anlauf- Opferhilfestellen und EJPD)

Wir verlangen das Akteneinsicht nach BGE 128/63 gewährleistet wird. Noch immer werden wir mit eingeschwärzten Akten konfrontiert. Insbesondere wollen Betroffene wissen, warum gewisse Texte eingeschwärzt werden. Betreffend "Amtsgeheimnis", "Datenschutz gegenüber Dritten" nahmen wir am 8 Runden Tisch stellen.

ANLAUFSTELLEN

Missbrauch erfahren auch viele nach 1981. Anlaufstellen berufen sich auf die Klausel: sich innerhalb von 5. Jahren zu melden. Was wen es 10-20 Jahre zurück liegt und man erst jetzt die Kraft hat, sich zu melden? Sie werden von einem Büro in das nächste geschickt. Anlaufstellen sollten auch für Betroffene nach 1981 zugänglich sein.

AUFARBEITUNG ZWANGSADOPTION - NFP 

Wir fordern:

NICHT ÜBER UNS, MIT UNS ZUSAMMEN

Das NFP 76 Forschungsteam hat die INKLUSION von uns Adoptionsbetroffenen zu berücksichtigen. Der Zustand Adoption macht UNS zu ExpertenInnen und nicht zum Objekt.


OKTOBER 2017

Wir fordern von Bund, Kanton und Gemeinde, Wissenschaft, Organisationen und Bevölkerung, INKLUSION der Adoptionsbetroffenen. Der Zustand Adoptionsbetroffen zu sein macht UNS zu Experten und Expertinnen.

Wir fordern die Wiederaufnahme der "Parlamentarischen Adoptionsgruppe" und somit der Wiederaufnahme von konstruktiven Lösungsverhandlungen.  


2018
Offene Adoption tritt in Kraft
Am 1. Januar 2018 tritt die Motion "Adoptionsgeheimnis" in Kraft.
Mit der Gesetzesgrundlage 268e erhalten leibliche Eltern in Zukunft die Kenntnis über ihre Erwachsenen Adoptivkinder, sofern diese einer Kenntnisnahme zustimmen.  

Die Verandlungen am Runden Tisch für Opfer von FSZM vor 1981 sind auf Tonträger aufgenommen und sind mit Voranmeldung beim BJ zugänglich.

Eine Anmeldung ist zwingend: 

Website FSZM


25.3.2019

Verein Zwangsadoption-Schweiz nimmt Stellung zu aktuellen Problemen 

Download
ZWANGSADOPTION SCHWEIZ Postulat 2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

24.10.2019

1. Sitzung im Bundesamt für Justiz zu den eingereichten Postulaten

Berichterstattung folg im November.


CHRONOLOGISCHE SCHWEIZER POLITIK

Aktualisiert am 23. Januar 2018